Zwei besondere Vormittage
Manchmal ist es einfach schön, sich nicht nur über den Bildschirm zu sehen. 😊
Für eine Inhouse-Fortbildung durfte ich das Team der Frühförderung des SOS-Kinderdorfes Ammersee- Lech an zwei Vormittagen vor Ort begleiten. Zwei Vormittage voller Gebärden, Austausch und ganz konkreter Fragen aus dem Alltag.
Und genau das hat mir besonders viel Freude gemacht.
Unterschiedliche Vorkenntnisse – ein gemeinsames Ziel
Die Teilnehmerinnen brachten ganz unterschiedliche Erfahrungen mit. Während einige noch am Anfang mit Gebärden standen, waren andere bereits geübter in der Anwendung.
Das ist eine spannende Ausgangssituation. Denn es geht in meinen Fortbildungen nicht darum, dass am Ende alle möglichst viele Gebärden auswendig können. Viel wichtiger ist die Frage:
Wie können wir Gebärden so einsetzen, dass sie die Kinder in der Einrichtung wirklich unterstützen?
Und darüber sind viele wertvolle Gespräche entstanden.
Wenn aus Theorie ganz schnell Praxis wird
Wie auch in meinen Online-Fortbildungen war mir dabei besonders wichtig, dass wir nicht bei der Theorie stehen bleiben. Wir konnten konkrete Situationen aus dem Alltag der Teilnehmerinnen aufgreifen und auch über einzelne Kinder sprechen, die aktuell begleitet werden und von Gebärden profitieren können.
Dabei ging es unter anderem um die Fragen, wie Gebärden eingesetzt werden können, wenn ein Kind motorische Einschränkungen hat, wenn die Eltern nicht mitmachen oder wenn schon andere Gebärden gelernt wurden. Denn Gebärdenunterstützte Kommunikation muss zum Menschen passen – und nicht der Mensch zu einer vermeintlich „perfekten“ Gebärde.
Genau dieser Austausch zwischen Fachwissen und tatsächlichem Arbeitsalltag ist für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Fortbildungen – ganz unabhängig davon, ob wir uns online oder vor Ort begegnen.
Nach zwei Vormittagen hatte deshalb nicht nur jede Teilnehmerin neue Gebärden im Gepäck, sondern hoffentlich auch viele Ideen dafür, wie sie diese ganz konkret in ihren Arbeitsalltag integrieren kann.
Und ich? Ich bin mit vielen schönen Gesprächen im Kopf nach Hause gefahren – und mit der Erinnerung daran, wie viel Spaß es macht, zwischendurch auch einmal wieder ganz analog miteinander zu arbeiten. ❤️
Hier gibt es den ganzen Artikel des SOS Kinderdorfs zu lesen.
Gebärdenunterstützte Kommunikation für Fachkräfte
Du möchtest Gebärden ebenfalls sicherer in deinem pädagogischen Alltag einsetzen und lernen, wie Gebärdenunterstützte Kommunikation ganz praktisch gelingen kann?
In meinen Fachkräftekursen geht es deshalb nicht nur darum, Gebärden kennenzulernen. Wir beschäftigen uns vor allem damit, wie du sie sinnvoll in deinen Arbeitsalltag integrieren und an die individuellen Bedürfnisse der von dir begleiteten Menschen anpassen kannst.